An den Mond
Im Finale für den Österreichischen Art Award 2024 für Textilkunst
Wenn der Mond die Sehnsucht weckt
In manchen Nächten wird der Mond zum Spiegel unserer emotionalen Höhen und Tiefen. In seinem Licht trifft der spontane Impuls, aus Zwängen auszubrechen, auf den Wunsch nach Geborgenheit.
„An den Mond“ gibt dieser Zerrissenheit Raum. In der nächtlichen Waldlandschaft manifestieren sich Aufruhr und Sehnsucht, doch zugleich schwingt eine klare Ahnung von Frieden mit.
Das Kunstwerk im Überblick
Wollgemälde auf Leinwand
Materialien: Wolle vom Bergschaf, handgefärbte Seide, handgesponnenes Garn, Gemüsenetz
Maße: 100 × 80 cm
Preis: 600 Euro
Zwei Gesichter einer Seele
In diesem Werk verbirgt sich hinter den archaischen Strukturen der Bäume die ambivalente menschliche Natur in all ihrer Intensität.
Ein Gesicht bricht wild und wütend aus der dunklen Rinde hervor, aufbegehrend gegen jede Einengung. Ein zweites Antlitz ruht abgeklärt in warmen, an Klimt erinnernden Strukturen.
Die blasse, durchscheinende Gestalt dazwischen vereint beide Extreme in sich: Die inneren Stürme toben noch, während ihr Blick bereits nach Harmonie sucht.
In der Epoche Sturm und Drang war der Mond ein vielschichtiges Symbol. Er stand für das Streben nach Freiheit, die Suche nach persönlicher Entfaltung und die idealisierte Vorstellung einer unberührten Umgebung.