Button-Angst oder Künstlerwebsites erklärt
Kennst du das? Du landest auf der Website einer Künstlerin, scrollst durch ihre Werke, alles fein und genau deins.
Und dann tauchen sie auf, diese bedrohlichen Buttons 😱
Panik.
Lieber schnell weiterwischen, bevor du am Ende aus Versehen ein teures Kunstwerk kaufst.
Oder auch nur liest, worum es eigentlich geht.
Ich kann dich beruhigen: Auf meiner Website passiert nichts Dramatisches, wenn du auf Buttons klickst.
Es geht nicht um deine Seele, deinen Erstgeborenen oder dein komplettes Datenprofil.
Du kannst auch nicht versehentlich was kaufen.
Ganz ehrlich: Wahrscheinlich hab ich den Kaufprozess ohnehin viel zu kompliziert gestaltet.
Es geht nur darum, herauszufinden, ob du einfach ein bisschen doomscrollen willst – oder ob dich meine Kunst so sehr interessiert, dass du dafür ein paar Klicks investieren möchtest.
Das Internet ist voll von „Ich schau nur kurz“-Aktionen. Menschen klicken sich durch Bilder wie durch ein Buffet, ohne jemals einen Teller in die Hand zu nehmen. Alles soll frei, offen, sofort und bitte ohne die geringste Spur von Commitment sein.
Dass hinter jeder Kunst aber Handarbeit, Material, Erfahrung und Jahre an Entwicklung stecken, blendet man dabei gern aus. Hauptsache, die Bilder flutschen angenehm durch den Daumen.
Meine Website ist etwas anders aufgebaut
Die Startseite ist das Schaufenster.
Hier kannst du zB. auf diese Buttons klicken:
Diese Buttons führen zum Viewing Room:
Und dann – oh Schreck – poppt auf einmal ganz leise und dezent ein kleines Fensterchen auf, das auf meinen Newsletter hinweist:
Wenn du es wegklickst, wirst du es nie wieder sehen, versprochen.
Solltest du es dir anders überlegen, findest du in der Fußzeile jeder Seite den Link zur Anmeldung:
Der Newsletter und der Viewing Room sind der Schritt durch die Tür, hinein ins Atelier. Wer nur an der Scheibe vorbeihuscht, darf das gerne tun. Wer aber wirklich wissen möchte, was meine Werke können, über „schön sein“ hinaus, darf einen kleinen Schritt näher kommen.
Was wirklich passiert, wenn du dich „traust“
Lass uns die Drameniveau‑Skala kurz sortieren:
Der Newsletter
In meinem Newsletter öffnen sich die Türen zu meinem Atelier. Du bekommst Einblicke in laufende Projekte, neue Werke und die Geschichten dahinter – also das, was auf Social Media oft im Rauschen untergeht. Er erscheint nur dann, wenn es wirklich etwas zu erzählen gibt, nicht nach starren Terminen. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden, niemand ist dir böse.
Was du bei mir vergeblich suchen wirst: diese unseligen PDF- oder Canva-Freebies, die dann irgendwo auf deiner Festplatte verstauben, weil sie komplett nutzlos sind, zB „5 ultimative Tipps, wie du in 3 Tagen zur Kunstexpertin wirst“.
Ich gehe davon aus, dass du erwachsen bist und keine digitalen Trostpreise brauchst, um Interesse zu zeigen.
Sieh es einfach so: Der Newsletter ist das Freebie!
Der Viewing Room
Mein Viewing Room ist der Bereich für alle, die mehr wollen als „mal schauen“.
Dort findest du alle aktuellen Werke mit Einblicken in den Entstehungsprozess, Preisen, Maßen, Versandinfos, und – je nach Serie – auch virtuelle Probehängungen, damit du sehen kannst, wie das Unikat in deinem Raum wirkt (darauf bin ich extrem stolz!)
Es funktioniert wie ein Atelierbesuch, nur eben online und in Ruhe von deiner Couch aus.
Die Anmeldung ist kostenlos. Du bekommst darüber nicht automatisch noch einen Newsletter, egal was dir Squarespace beim Anmeldungsprozess erzählen mag, und du gehst keinerlei Verpflichtungen ein.
Du zeigst damit nur eines: echtes Interesse.
Und was bringt mir so ein Kunstwerk überhaupt?
Weil heutzutage alle wissen möchten, wie sie „profitieren“:
Mit deinem Interesse tust du nicht in erster Linie mir einen Gefallen.
Falls du dich zu einem Kauf entschließt, investierst du in
deinen Alltag,
deine Räume,
dein Wohlgefühl.
Ein Wollgemälde hängt nicht einfach nur da, es arbeitet im Hintergrund für dich – es kann die Raumakustik verbessern, harte Architektur weicher machen und deinem Zuhause eine Atmosphäre geben, die du nicht im Möbelhausregal finden wirst.
Und auch nicht auf einer x-beliebigen Künstlerseite.
Wenn du wissen möchtest, wie genau das funktioniert, bevor du ein Unikat zu dir holst, kannst du in meinen Blogartikeln tiefer eintauchen.
Lies nach,
warum Filzkunst ein Thema bei Wohntrends ist,
warum Filz als Designelement so spannend ist
und welchen Einfluss Filzkunst auf Raumklima und Wohlbefinden haben kann.
Da geht es ausführlich um deinen ganz konkreten Nutzen.
Fazit: Künstlerwebsites ticken anders — und das ist gut so
Im Online-Marketing dreht sich fast alles um Problemlösung. Wer kauft, hat einen Schmerz. Wer kauft, sucht eine Lösung. Wer kauft, war vorher verzweifelt.
Nur: Das passt auf Kunst schlicht nicht.
Niemand wacht morgens auf und denkt: „Ich habe ein akutes Filzgemälde-Problem."
Kunst kauft man nicht, weil man muss. Man kauft sie, weil man möchte. Weil man an einem Werk vorbeiläuft — oder in diesem Fall: vorbeiscrollt — und plötzlich denkt: Das ist meins.
Diesen Impuls kann kein Funnel der Welt erzwingen. Und ich will es auch gar nicht.
Was ich mir wünsche, sind Menschen, die spontan kaufen, weil sie etwas lieben. Nicht weil ich sie mit sieben Touchpoints und einer Dringlichkeits-Countdown-Uhr dazu gebracht habe.
Ganz ehrlich: Es stört mich überhaupt nicht, wenn du dich nicht anmeldest. Dann weiß ich nämlich, dass du gerade eher in der Kategorie „Ich töte Zeit“ unterwegs bist als in „Ich interessiere mich wirklich für ein Original“.
Und das ist völlig in Ordnung. Brauchen wir doch alle mal, um das Gehirn baumeln zu lassen.
Das Internet ist groß, du darfst weiterklicken und ich arbeite weiter an neuen Werken.
Meine Energie, meine zusätzlichen Inhalte und mein persönlicher Austausch sind für diejenigen reserviert, die bereit sind, den kleinsten Schritt der Welt zu gehen: einen Button zu drücken.
Dieser Klick ist die unverbindlichste Form der Unterstützung, die es online gibt.
Und? Traust du dich?
Susanne Weber ist Expertin für gefilzte Gemälde und erzählt als „Filzbotschafterin“ gerne von dieser nachhaltigen Kunst.